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PMU

Was versteht man unter PMU – Permanent Make-Up?

Nicht jeder weiß mit der Abkürzung PMU etwas anzufangen und es klingt im ersten Moment vielleicht sogar etwas kryptisch. Jedoch Permanentes Make-Up - davon hat jeder schon mal etwas gehört oder gelesen. Es handelt sich dabei um eine kosmetische Behandlung um dauerhaft Konturen, verschiedene Formen von Hautpigmentierung und Lidstriche zu erzeugen, Gesichtspartien zu betonen oder einen optischen Effekt herzustellen.

Bereits in der frühmittelalterlichen Zeit waren in Mittel- und Nordeuropa tätowierte Lidstriche bei Frauen und Männern weit verbreitet. Diese wurden mittels natürlicher Materialien wie Nadeln aus Pflanzendornen oder Fischgräten als eine Art Tätowier-Instrument unter die Haut gebracht.

Nachweislich wurden auch bei vielen Völkern rote Lippen als unschön betrachtet, daher ließen sich die Frauen ihre Lippen dunkel tätowieren. Erweiterungen wie Kinntätowierungen und Augenlidstriche kamen je nach kulturellem Schönheitsideal und Glauben des jeweiligen Volkes hinzu.

Aus der neueren Zeit ist das erste wissenschaftlich belegte Permanent Make-up aus dem Jahre 1951 bekannt, durchgeführt durch den Tätowierer Horst Streckenbach. Er tätowierte in diesem Rahmen Schönheitsflecke, Augenbrauen, Lidstriche und Lidschatten. Er gehörte zu den ersten Tätowierern, die auch im medizinischen Bereich tätig wurden und nahm erstmals Brustwarzenrekonstruktionen vor. So konnte er Patienten nach Brustoperationen entsprechend die Möglichkeit zur Rekonstruktion des verloren gegangen Körpermerkmals bieten und hat die Tätowier Kunst in ein ganz neues Licht gestellt.

Welche PMU Anwendungsbereiche gibt es?

Es fallen folgende Behandlungen in den Bereich der Kosmetik Tätowierung:
• Lidstrich – sehr feine bis markant starke Linien für Eyeliner
• Lippenkonturen/Lipliner – Konturlinien zur optischen Vergrößerung oder Verkleinerung
• Augenbrauen – Konturen werden geformt, aufgefüllt, betont oder neu erzeugt
• Wimpernkranzverdichtung – feine Lidstriche zwischen den Wimpernhärchen
• Schönheitsfleck imitieren – Anbringung eines Muttermals
• Lippenauffüllung – mittels Aufspritzung eine beliebte Methode zur Lippenkorrektur
• Brustwarzenimitation – Neugestaltung der Brustwarze
• Narbenanpassung – farblich und strukturell nach bspw. Unfällen, OP´s, Verbrennungen
• Kopfhautpigmentierung – Stoppelzeichnung, Kopfhautpigmentierung (PMS)

Warum das dauerhafte Make-Up so beliebt ist

Da das Verlangen nach Perfektion im Kosmetikbereich groß ist, bietet die Form der kosmetischen Tätowierung eine optimale Grundlage für das tägliche Styling und kann über einen längeren Zeitraum ein aufwendiges Schminken abnehmen und somit viel Zeit sparen. Zudem sind Lidstriche, Lippenkonturen oder Augenbrauenform immer identisch. Zweifellos ein weiterer Vorteil ist, dass das Make Up wasser- und wischfest ist. Allein diese Gründe sind für viele, die täglich Schminkprodukte verwenden, Anreiz genug diese kostenintensive Investition zu machen. Im Gegenzug können besagte Schminkutensilien eingespart werden und je nach Preisniveau und Marke wird dies sicherlich einen ansprechenden Gegenwert bieten. In vielen Fällen könnte man einzelne Eingriffe unter die Rubrik Schönheitskorrektur zählen, da z.B. bei kaum sichtbaren bis fehlender Gesichtsbehaarung, Aufpolsterung, Konturgebenden Ausbesserungen oder rekonstruktive Anpassungen ein teilweise neues Erscheinungsbild entsteht. Das bedeutet für viele eine Aufwertung ihrer Lebensqualität durch ein besseres Selbstbild sowie eine seelische Zufriedenheit.

Wie lang wird die Anwendung halten?

Nach der Behandlung ist die Farbe noch recht intensiv, jedoch verblasst die erste Pigmentierung zu 50-70 % und muss in einem Folgetermin aufgefrischt werden.Die Haltbarkeit von PMU und Mikroblading allgemein ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem vom Hauttyp, Stoffwechsel und dem eigenen Lebensstil. Wer sich zum Beispiel viel in der Sonne aufhält oder raucht, muss leider eine kürzere Lebensdauer des kosmetischen Make-Ups in Kauf nehmen. In der Regel hält es ca. 2-5 Jahre. Das eigene Empfinden jedoch wird wohl in den meisten Fällen den Termin für die Auffrischung festlegen. Denn schließlich geht es ja um das persönliche Gefühl der Ästhetik und der tägliche Blick in den Spiegel lässt uns zu unserem größten Kritiker werden.

Wie schmerzhaft ist die Behandlung?

Das Schmerzempfinden ist natürlichen bei jedem ganz individuell einzuschätzen. Jedoch wird mit einer so winzigen feinen Nadel gearbeitet und die Pigmente nur oberflächlich in die obere Hautschicht eingearbeitet, sodass keine Schmerzen wie bei einer tiefen Schnittwunde zu erwarten sind. Die Behandlungsdauer könnte dabei noch eine Rolle spielen, aber auch hier sei erwähnt, dass die Haut nicht dauerhaft gereizt wird und ein Wechsel der Bereiche stattfindet bzw. immer wieder überschüssige Farbe mit Pads entfernt werden und gegebenenfalls kann die Haut zwischendurch auch durch Kühlung beruhigt werden. Zusätzlich wäre der Gebrauch von Anästhesiecreme oder Eisspray möglich um den Schmerz zu reduzieren. Dies ist aber in den wenigsten Fällen notwendig, da die meisten Kunden bereits nach den ersten Nadelstichen bemerken wie gering das Schmerzgefühl ausfällt. Weiterhin können Salben den negativen Nebeneffekt haben, die Haut aufquellen zu lassen und Eisspray das Gewebe zu verändern und erhärten zu lassen. Bei Bedarf kann vor der Pigmentierung mit dem jeweiligen Pigmentist / der jeweiligen Pigmentistin dieses Thema besprochen werden bzw. über die Notwendigkeit beraten werden. Wichtig wie immer ist sich vorab über den behandelnden Artisten zu informieren und sicherzustellen, dass dieser über ausreichend Praxiserfahrung verfügt. Denn dies vermindert ebenfalls einen wichtigen Faktor, der uns in vielen Lebensbereichen und gerade bei Behandlungen am eigenen Körper beeinflusst, die Angst. Mit einem Angstgefühl können Schmerzen geradezu herbei beschwört werden und die Empfindungen sind wesentlich sensibler. Daher ist die Entspannung vorher ein gutes Mittel gegen Schmerz, in welcher Form diese auch erlangt wird (z.B. Wellness, Meditation etc.).